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Culture Specific Selbsthilfe in Nepal (Satis Shroff)

Das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe hat eine emanzipatorische und eine restriktive Seite. Es unterstreicht die anthropologische Annahme, dass Menschen in der Lage sind, ihr Leben in eigener Bestimmung und Verantwortung zu gestalten. Die Betonung von Selbsthilfe (Selbstorganisation) kann einerseits als Warnung vor staatlicher Bevormundung verstanden werden, andererseits kann sie als Rechtfertigung staatlicher Untätigkeit in strukturellen Krisensituationen benutzt werden. Selbsthilfegruppen in Nepal sind kulturspezifisch. Messerschmidt[1] schreibt: „Die Idee von kleinen Gruppen von Verbrauchern, die als Nachbarfamilien zusammenarbeiten, produktive Aktivitäten gestalten, gemeinsames Landmanagement oder öffentliche Arbeitsentwicklungen sind eine gut etablitierte Tradition in Nepal“.

Der Sozialarbeiter könnte auch hier tätig werden mit ergänzender Schuldner- bzw. vernünftiger Finanzberatung und sozialen, psychosozialen Beratungs- und Betreuungsangeboten. Solche ergänzende Hilfen sind sehr wichtig für die einfachen, ungebildeten ländlichen Einwohner Nepals. Eines der Prinzipien der Sozialarbeit sagt, man solle „dort anfangen, wo der Klient steht“. In den beratenden und helfenden Angeboten kann der Sozialarbeiter nicht über die Geisteshaltung des Klienten hinwegsehen. Die Nichtachtung oder Mißachtung einer soziokulturellen Gegebenheit kann von vornherein die Kommunikation zwischen Sozialarbeiter (NGO-Experte, Ärzte, Schwestern, Pflegepersonal) verkümmern lassen. Auf die erkannte Fähigkeit des Klienten zu vertrauen, sein Selbstwertgefühl zu stärken und ihn ein Weg zur Selbsthilfe sein, ist die Aufgabe des Sozialarbeiters.

Es wäre wichtig, solche traditionellen[2] Organisationsformen zu unterstützen und zu fördern, damit die Ethnien in Nepal davon lernen und profitieren können. Denn es ist höchste Zeit, dass den ländlichen Armen,[3] die seit Jahrhunderten von den höheren Kastenangehörigen sozial,-, kulturell, politisch und wirtschaftlich dominiert, unterdrückt und benachteiligt worden sind, endlich geholfen wird, auf eigenen Füßen zu stehen. Dieses Ziel wäre durch die Re-vitalisierung der induzierten Selbsthilfegruppen in den verschiedenen Ethnien zu erreichen.

Die GTZ RRD[4] Projekte haben in der Vergangenheit gezeigt, dass die induzierten Selbsthilfe organisationen durchaus funktionieren. Hinzu kommen die einheimischen intraethnischen Selbsthilfeorganisationsformen, die jahrzehntelang erfolgreich eingeführt worden sind. Die ländlichen Bewohner Nepals sind familiär mit kurzfristigen oder wenig permanenten Selbsthilfegruppen, die für verschiedene Zwecke zusammengestellt werden. Zum Beispiel:

Landwirtschaftliche Selbsthilfegruppen wie kulobanaune (irrigation channel maintenance Gruppe), mal bokne (Düngeträger), khetala (Feldarbeitern), ropahar (Pflanzer von Getreiden), hali (Pflüger/Bauer), parma (Gruppenarbeitsaustausch Gemeinschaft) und gothalo (Schäfer).

Forstwirtschaftselbsthilfegruppen wie bana djane (Waldarbeiter), ghas katne (Grassschneider), pat tipne (Futtersammler), und daura tipne (Feuerholzsammler).

Soziokulturelle Selbsthilfegruppen wie guthi (bei den Newars vom Katmandutal), rodi (Kommunale Gruppe von den Gurungs) und bheja (kommunale Gemeinschaft).

Religiöse Selbsthilfegruppe wie kirtan-bhajan mandali (Hymne bzw. Gesangsgruppe).

Politische Selbsthilfegruppe wie die pancha bhaladmi (Fünf ehrenhafte Gentlemen)  und dharma panchayat (örtlicher Rat).

Andere, auf der kommunalen Ebene auch wichtige Organisationsformen in Nepal sind: die dhikuri vom Thakalistamm, wobei es um freiwillige Rotations-Kredit-Gemeinschaften geht; die Guthisysteme von den Newars (hier handelt es sich um kommunale Tempel und Land „tenure“ Gemeinschaften; die parma/nogar/pareli/porima (Gruppenarbeitstauschkooperativen); Baglungs Hängebrücke (suspension bridge) Baubewegung; chhatis maudja Kommunale Irrigation Organisation. Manche Organisationen scheinen formell zu sein, aber strukturell sind sie informell. Manche sind kasten- bzw. ethnien-bezogen, und andere sind weit verbreitet in ganz Nepal. Bhattachan[5] meint, dass „obwohl die dhikuri, parma und guthi in der Natur ad hoc sind, sind sie dennoch sehr beständig, produktiv und lohnend für die Mitglieder“.

Des weiteren stellen verschiedene Projekte und Initiativen in eigener Trägerschaft ein Beratungsfeld für Sozialarbeiter dar, wie die Straßenkinder von Katmandu und die Slumarbeit im Sinne von Mutter Theresas Orden in Kalkutta. Solche NGOs suchen auch die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeinstitutionen (wie UNDP, GTZ, DED, Helvetas, OXFAM etc.) damit gute Kooperation entstehen kann.

Deutsche Regierungsorganisationen (GOs und NGOs[6]) in Nepal: Dem Gesundheitssektor Nepals wird allgemein bei der Entwicklungszusammenarbeit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Dies drückt sich nicht zuletzt darin aus, dass viele Organisationen und Einrichtungen sich in diesem Sektor engagieren. Neben den multilateralen Organisationen wie Weltbank, WHO, UNICEF, UNFPA etc. ist vor allem das britische DFID (Department for International Development) stark in Nepal vertreten.

Der Gesundheitssektor stellt einen Schwerpunktsektor der deutschen[7] Entwicklungszusammenarbeit mit Nepal dar. Gegenwärtig werden folgende Vorhaben in Nepal gefördert:

Primary Health Care[8] Project (PHC): Dieses Vorhaben hat die Stärkung der zentralen Programm-Planung und -Steuerung im Gesundheitsministerium, Verbesserungen der Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals sowie die Entwicklung von dezentralisierten Gesundheits- und Familienplanungssystemen zum Gegenstand. Das Projekt existiert seit 1994, und die Planung reicht bis weit in das nächste Jahrhundert.

Im Frühjahr 1998 werden zwei weitere durch die GTZ geförderte Projekte beginnen. Zum einen das Vorhaben Reproduktive Gesundheit, welches darauf abzielt, dass Frauen, Männer und Jugendliche verstärkt die Möglichkeit nutzen, vorbeugende, gesundheitsfördernde und kurative Praktiken im Bereich reproduktiver Gesundheitsförderung anzuwenden. Desweiteren ist das Projekt Instandhaltung im Gesundheitswesen geplant, das eine Verbesserung des administrativen Instandhaltungssystems sowie die Verbesserung des Zustandes medizinischer Geräte und Ausrüstungsgegenstände in Gesundheitseinrichtungen zum Inhalt hat.

Bis neulich hatten 93% von Nepals Einwohner keine Möglichkeit Gesundheitsfürsorge zu erhalten. Im Jahre 1991 hat die nepalesische Regierung eine „New Health Policy“ verabschiedet, wobei 4000 Sub Health Posts (SHPs) eingeführt werden sollen, um eine  primäre Gesundheitsfürsorge zu fördern. Dieses Programm wird von GTZ (beratende Funktion) und KfW (zuständig für die Ausrüstung und Medikamente mit 10 Mio DM Kapital) unterstützt. Die Idee ist, ein neues und landesweites Netzwerk von Sub Health Posts zu errichten. Die Dörfer sollen die SHPs selbst unterstützen. Seit 1991 sind viele Nepalis im  Gesundheitsbereich trainiert worden und jedes Jahr werden 500 SHPs eröffnet. Die Träger dieses Projektes sind: Die japanische Regierung, UNICEF, Nippon Foundation und die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

NGOs: Als Konkurrenz zu Ministerien oder als Ergänzung? „Es gibt zu viel Konkurrenzdenken unter den Geldgeber-Nationen und somit ist jede Kooperation gescheitert“ schreibt einst Toni Hagen (Schweiz[9]). Der Nepali-Publizist Kanak Mani Dixit fragte: „Die zentrale Frage bei der Vergabe von Entwicklungsgeldern ist, ob die Geber etwas für ihr Geld sehen. Hat die ausländische Finanzhilfe als Katalysator gewirkt, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen? Hat das Land ein Ziel erreicht, das Nepal auf anderem Weg nicht hätte erreichen können? Die Antwort lautet: Nein!“

Harka Gurung[10] war der Meinung, dass „For environment, population control, women’s development, NGO[11] is the latest fag. Home governments don’t like the NGOs because there is too much of paper processing by the immigration department. But the NGOs are the creation of the donor agencies as an alternative mechanism. They say your normal administrative channel never reaches the poor which the NGOs can do. So this is also an imposed idea. But the problem is: How do you coordinate 480 projects and 900 NGOs?“

„Das Geld ausländischer Steuerzahler ist in Nepal verschwendet worden und das, obwohl es zugleich die Energie zur Eigeninitiative für Nepali untergrub“. Dixit war der Meinung, dass die ausländische Hilfe die in Katmandu ansässigen Eliten des Landes vergiftete und das gesamte Land wie von einer Droge abhängig machte. Hier muß man erwähnen, dass es auch außergewöhnliche Programme seitens der Deutschen oder Schweizer[12] gibt, die bescheiden und effektiv darum bemüht sind, das nepalesische Leben zu verbessern. Die meisten Geber konzentrieren ihre Gelder kaum auf die wirklichen Probleme.

Die auswärtige Entwicklungshilfe hat die Macht und die Privilegien im Katmandutal zentralisiert. Sie hat die alten Reichen hofiert und unterstützend dazu beigetragen, dass eine Gruppe Neureicher entstand. Die Entwicklungshilfe hat somit ein Abhängigkeitssyndrom[13] geschaffen, das sich von der Regierungsebene bis hinunter auf das Dorfniveau erstreckt. Daher erwartet jedermann in Nepal ein Entwicklungshilfeteam, gleichgültig, ob dieses eine Fernstraße bauen oder nur ein paar Setzlinge einpflanzen soll. Nun ist Nepal eine Republik aber die Kassen sind leer. Was passiert mit den vielen Maoistkämpfern? Wo gibt es eine Sozialhilfe oder Beschäftigungsmaßnahmen für die arbeitslosen Jugendlichen in dieser Postrevolutionäre Phase?

In Nepal bildet ein weitverzweigtes Fußwegnetz das Rückgrat jeglicher Kommunikation und Entwicklung. Ab Ende der 50er Jahre setzte Helvetas die ersten Schweizer Ingenieure für Hängebrückenprojekte ein. Nepal verfügt über eine jahrhundertealte Tradition im Bau von Brücken, welche die zahllosen Gewässer überquerten. Wo einfache Holzstege nicht mehr genügten, bauten die nepalesischen Fachleute Hängebrücken mit handgeschmiedeten Ketten. Dennoch konnten breitere Flüsse auf diese Weise nicht überbrückt werden. Die Regierung beauftragte zuerst eine schottische Firma, an verschiedenen Flussübergängen Brücken mittels Kabel zu bauen. Abgestützt auf die von dem verstorbenen Schweizer Geologen Toni Hagen erarbeiteten Grundlagen entstanden Ende der 50er Jahre unter der Leitung der ersten Helvetas-Fachleute im Marsyandi-Tal, einer wichtigen alten Handelsroute , vier Hängebrücken[14]. Bis das Land im Himalaya politisch stabil ist, werden die westlichen Geldgeber auch zögern, denn man will auch wissen wollen wo das Geld verschwindet. Nach der bisherigen Praktiken brauchte man den Nepali Steuerzahlern nicht zu erklären wo die Entwicklungshilfegeld verschwand aber die westliche Steuerzahlen wollen genaue Buchführung sehen und wissen wollen was getan wurde für die Entwicklung von Nepal. Sonst bleibt der Geldhahn zu. Die westliche Länder wollen in diesem Zusammenhang warten und Tee trinken was sich politisch in tut.

Autor Biographie

Satis Shroff ist Dozent, Schriftsteller, Dichter und Kunstler und außerdem Lehrbeauftragter für Creative Writing an der Albert Ludwigs Universität Freiburg. Er versteht sich als ein Vermittler zwischen  westlicher und östlicher Kultur im  schriftstellerischen Sinne. Er hat sechs Bücher geschrieben: Im Schatten des Himalaya (Gedichte und Prosa), Through Nepalese Eyes (Reisebericht), Katmandu, Katmandu (Gedichte und Prosa mit Nepali autoren) Glacial Whispers (Gedichtesammlung zwischen 1997-2010).  Er hat zwei Sprachführer im Auftrag von Horlemannverlag und Deutsche Stiftung für Entwicklungsdienst (DSE) geschrieben, außerdem drei Artikeln über die Gurkhas, Achtausender und Nepals Symbolen für Nelles Verlags ‚Nepal’ und über Hinduismus in „Nepal: Myths & Realities (Book Faith India). Sein Gedicht „Mental Molotovs“ wurde im epd-Entwicklungsdienst (Frankfurt) veröffentlicht. Seine Lyrik sind in Slow Trains, International Zeitschrift, World Poetry Society (WPS), New Writing North, Muses Review, The Megaphone, Pen Himalaya, Interpoetry publiziert worden. Er ist ein Mitglied von Writers of Peace, poets, essayists, novelists (PEN), World Poetry Society (WPS) usw. Satis Shroff lebt in Freiburg (poems, fiction, non-fiction) und schreibt über ökologische, medizin-ethnologische und kultur-ethnische Themen. Er hat Zoologie und Botanik in Nepal, Sozialarbeit und Medizin in Freiburg und Creative Writing in Freiburg und UK studiert. Da Literatur eine der wichtigsten Wege ist, um die Kulturen kennenzulernen, hat er sein Leben dem Kreatives Schreiben gewidmet. Er arbeitet als Dozent in Basel (Schweiz) und in Deutschland an der  Akademie für medizinische Berufe (Uniklinik Freiburg). Ihm wurde der DAAD-Preis verliehen.


[1] Messerschmidt, Donald A.: Dhikur: Rotating Credit Associations in Nepal, In: James F.Fischer (ed.), Himalayan Anthropology, Mouton Publishers Hague 1978

[2] Weitere traditionelle Initiativen sind: „Mankah Khala“ of the Newars of Katmandu, „Fikkal Lepcha Gumba of Ilam“ or the ubiquitous labor exchange groups called „Parma“ but also a large assortment of more modern initiatives such as „Sano Kalpana cooperative society of the Magars of Madhuvasa, or the multi-caste „Social Service Association“ of Bhote Bahal, Katmandu or the „Janajyoti Secondary School“ of Rolpa in Rapti Zone.

[3] Die Armen Nepals gehören  meistens zu den ethnisch benachteiligten Bergstämme und niederen Kasten.

[4] GTZ: RRD Concept and Guideline, Eschborn 1988.

[5] Bhattachan, Krishna Bahadur: A Case Study of the GTZ Supported Self-Help Promotion Programs in Nepal, In: Social Economy and National Development, Nepal Foundation for Advanced Studies Katmandu 1996.

[6] GO=Government Organisations; NGO: Non-Governmental Organisations

[7] Deutsche Entwicklungsdienst (DED): German Volunteer Service has 32 specialists in Nepal, where it has been active for 30 years. It was the first German organisation to operate in Nepal.The DED seconds young, qualified specialists as volunteers who support local projects without any commercial motive.

[8]The PHC approach has been tested by the GTZ project in the hill district of Chading and the Terai district of Sihara since 1994. According to Team Leader Dr. Steinmann, it is too much for the inexperienced villagers to set up and run a SHP without any assistance. The success of the PHC depends to a large degree on the capacity of the district health administration“.Girrbach, Bernd: Health Everywhere, In: Akzente Focus: Nepal, Eschborn  S. 17

[9]Hagen,Toni: In Himal, Himal Publications, Patan Nov/Dec 1989, S. 22.

[10] Harka Gurung : Foreign Aid and the Role of NGOs in the Development Process of Nepal, Nepal Foundation for Advanced Studies (in Zusammenarbeit mit Friedrich Ebert Stiftung), Katmandu 1994 S. 78

[11] NGO: The PACT Report (1987: 26-39) categorizes four kinds of NGOs consisting of international NGOs, National NGOs, Primary Groups, and Larger Organisations.In the 1991 edition of the Directory of NGOs in Nepal published by the Social Service national Coordination Council (SSNCC), there were 412 NGOs registered with the Council, of which 408 have been classified based on specific districts. The list includes 32 hill districts, 17 Tarai districts, and the three districts of Katmandu Valley which make up altogether 52 districts of the country. (Quelle:“ Foreign Aid & the Role of NGOs“, S.88)

[12] Helvetas: Fest in Schweizer Hand waren die ersten Hängebrückenprojekte in den 60er Jahren von Helvetas in Nepal. Partner war die nepalesische Regierung.

[13] Abhängigkeitssysdrom: Another fact of life for most NGOs in Nepal is their dependence on foreign resources. SSNCC reported in its fiscal report in 2045/46 Bikram Sambat (1988/89) such dependence was to the tune of 74%, which grew to 84% in the following fiscal year and to 86.86 % in 2047/48 (1990/91). Quelle: Foreign Aid and the Role of NGOs in the Development Process of Nepal, Nepal Foundation for Advanced Studies (in Zusammenarbeit mit Friedrich Ebert Stiftung), Katmandu 1994 S. 92

[14] Ab 1987 entstand das Konzept des „Brückenbaus auf lokaler Ebene“. Es geht davon aus, dass vielerorts Wissen über die Brückenbau vorhanden ist, dass die Nepalesen im Stande sind, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und dass sie wissen, wo sie ihre Brücke haben wollen, und auch dass sie bereit sind; die Verantwortung für die Durchführung eines solches Projektes zu übernehmen und, soweit möglich, eigene Ressourcen zu mobilisieren.

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(c) Art & Nepali poem by satisshroff

The way was long, the wind cold

The minstrel was infirm and old;

His withered cheek and tresses grey

Seemed to have known a better day

(Sir Walter Scott in ‘The Lay of the Last Minstrel’)

Gainey: A Minstrel’s Songs of Love and Sorrow (Satis Shroff)

Go away, you maya.

Disappear.

Haunt me not

In my dreams.

What has become of my country?

My grandpa said:

“In Nepal even a child

Can walk the countryside alone.”

It’s just not true,

Not for a Nepalese,

Born with a sarangi in his hand.

I’m a musician,

One of the lower caste

In the Hindu hierarchy.

I bring delight to my listeners,

Hope to touch the hearts

Of my spectators.

I sing about love,

Hate and evil,

Kings and Queens,

Princes and Princesses,

The poor and the rich,

And the fight for existence,

In the craggy foothills

And the towering heights

Of the Himalayas.

The Abode of the Snows,

Where Buddhist and Hindu

Gods and Goddesses reside,

And look over mankind

And his folly.

I was born in Tanhau,

A nondescript hamlet in Nepal,

Were it not for Bhanu Bhakta Acharya

Who was born here,

The poet who translated the Ramayana,

From high-flown Sanskrit into simple Nepali

For all to read.

I remember the first day

My father handed me a sarangi.

He taught me how to hold and swing the bow.

I was delighted with the first squeaks it made,

As I moved the bow on the taught horsetail strings.

It was as though my small sarangi

Was talking with me.

I was so happy,

I and my sarangi,

My sarangi and me.

Tears of joy ran down my cheeks.

I was so thankful.

I touched my Papa’s feet,

As is the custom in the Himalayas.

I could embrace the whole world.

I remember my Papa saying to me:

‘My son, it was God Shiva

Who taught us humans music.

God Krishna plays the lute,

His Gopinis listen to him full of rapture.

Saraswati is always depicted with the sitar.

So you see, my son,

It was the Gods who taught us music.

You only have to listen

To Nature in the wee morning hours

Or at night,

You will hear glorious melodies

That you capture with your sarangi.

Your instrument becomes

The voice of Prakriti.

My father taught me the tones,

And the songs to go with them,

For we, gaineys, are minstrels

Who wander from place to place,

Like gypsies,

Like butterflies in Spring.

We are a restless folk

To be seen everywhere,

Where people dwell,

For we live from their charity

And our trade.

The voice of the gainey,

The sad melody of the sarangi.

A boon to those who love the lyrics,

A nuisance to those who hate it.

Many a time, we’ve been kicked and beaten

By young people who prefer canned music,

From their ghetto-blasters.

Outlandish melodies,

Electronic beats you can’t catch up with.

Spinning on their heads,

Hip-hopping like robots,

Not humans.

It’s the techno, ecstasy generation

Where have all the old melodies gone?

The Nepalese folksongs of yore?

The song of the Gainey?

“This is globanisation,” they told me.

The grey-eyed visitors from abroad,

‘Quirays’ as we call them in Nepal.

Or ‘gora-sahibs’ in Hindustan.

The quirays took countless pictures of me,

With their cameras,

Gave handsome tips.

A grey-haired didi with spectacles,

And teeth in like a horse’s mouth,

Even gave me a polaroid-picture

Of me,

With my sarangi,

My mountain violin.

Sometimes I look at my fading picture

And wonder how fast time flows.

My smile is disappearing,

Grey hair at the sides,

The beginning of baldness.

I’ve lost a lot of my molars,

At the hands of the Barbier

From Muzzafapur in the Indian plains.

He gave me clove oil

To ease my pain,

As he pulled out my fouled teeth,

In an open-air salon,

Right near the Tribhuvan Highway.

I still have my voice

And my sarangi,

And love to sing my repertoire,

Even though many people

Sneer and jeer at me,

And prefer Bollywood texts

From my larynx.

To please their whims,

I learned even Bollywood songs,

Against my will,

Eavesdropping behind cinema curtains,

To please the tourists

And my country’s modern youth,

I even learned some English songs.

Oh money, dear money.

I’ve become a cultural prostitute.

I’ve done my Zunft, my trade,

An injustice,

But I did it to survive.

I had to integrate myself

And to assimilate

In my changing society.

Time has not stood still

Under the shadow of the Himalayas.

One day when I was much younger,

I was resting under a Pipal tree

When I saw one beautiful tourist girl.

I looked and smiled at her.

She caressed her hair,

And smiled back.

For me it was love at first sight.

All the while gazing at her

I took out my small sarangi,

With bells on my fiddle bow

And played a sad Nepali melody

Composed by Ambar Gurung,

Which I’d learned in my wanderings

From Ilam to Darjeeling.

I am the Sky

You are the Soil,

Even though we yearn

A thousand times,

We cannot be together.

I was sentimental that moment.

Had tears in my eyes

When I finished my song.’

The blonde woman sauntered up to me,

And said in a smooth voice,

‘Thank you for the lovely song.

Can you tell me what it means?’

I felt a lump on my throat

And couldn’t speak

For a while.

Then, with a sigh, I said,

‘We have this caste system in Nepal.

When I first saw you,

I imagined you were a fair bahun girl.

We aren’t allowed to fall in love

With bahunis.

It is a forbidden love,

A love that can never come true.

I love you

But I can’t have you.’

‘But you haven’t even tried,’

Said the blonde girl coyly.

‘I like your golden hair,

Your blue eyes.

It’s like watching the sky.’

‘Oh, thank you,

Danyabad.

She asked: ‘But why do you say:

‘We cannot be together?’

‘We are together now,’ I replied,

‘But the society does not like

Us gaineys from the lower caste.

The bahuns, chettris castes are above us.

They look down upon us.’

‘Why do they do that?’

Asked the blonde girl.

I spat out:

‘Because they are high-born.

We, kamis, damais and sarkis, are dalits.

We are the downtrodden,

The underdogs of this society

In the foothills of the Himalayas.’

‘Who made you what you are?’ she asked.

I told her: ‘The Hindu society is formed this way:

Once upon a time there was a bahun,

And from him came the Varnas.

The Vernas are a division of society

Into four parts.

Brahma created the bahuns

From his mouth.

The chettris who are warriors

Came from his shoulder,

The traders from his thigh

And the servants

From the sole of his feet.’

‘What about the poor dalits?’

Quipped the blonde foreigner.

‘The dalits fell deeper in the Hindu society,

And were not regarded as full members

Of the human race.

We had to do the errands and menial jobs

That were forbidden for the higher castes.’

‘Like what?’ she asked.

‘Like disposing dead animals,

Making leather by skinning hides

Of dead animals,

Cleaning toilets and latrines,

Clearing the sewage canals of the rich,

High born Hindus.

I am not allowed to touch a bahun,

Even with my shadow, you know.’

‘What a mean, ugly system,’ she commented,

And shook her head.

‘May I touch you?’ she asked impulsively.

She was daring and wanted to see how I’d react.

‘You may,’ I replied.

She touched my hand,

Then my cheeks with her two hands.

I found it pleasant and a great honour.

I joined my hands and said sincerely,

‘Dhanyabad.’

I, a dalit, a no-name, a no-human,

Had been touched by a young, beautiful woman,

A kuiray tourist,

From across the Black Waters:

Kalapani.

A wave of happiness and joy

Swept over me.

A miracle had happened.

Like a princess kissing a toad,

In fairy tales I’d heard.

Perhaps Gandhi was right:

I was a Child of God,

A Harijan,

And this fair lady an apsara.

She, in her European mind,

Thought she’d brought human rights

At least to the gainey,

This wonderful wandering minstrel,

With his quaint fiddle

Called sarangi.

She said in her melodious voice,

‘In my country all people are free and equal,

Have the same rights and dignity.

All humans have common sense,

A conscience,

And we ought to meet each other

As brothers and sisters.

I tucked my sarangi in my armpit,

Clapped my hands and said:

‘That’s nice.

Noble thoughts.

It works for you here, perhaps.

But it won’t work for me,’

Feeling a sense of remorse and nausea

Sweep over me.

* * *

About the Author:

Satis Shroff teaches Creative Writing at the University of Freiburg, and is the published author of three books on www.Lulu.com: Im Schatten des Himalaya (book of poems in German), Through Nepalese Eyes (travelgue), Katmandu, Katmandu (poetry and prose anthology by Nepalese authors, edited by Satis Shroff). His lyrical works have been published in literary poetry sites: Slow Trains, International Zeitschrift, World Poetry Society (WPS), New Writing North, Muses Review, The Megaphone, Pen Himalaya, Interpoetry. Satis Shroff is a member of “Writers of Peace,” poets, essayists, novelists (PEN), World Poetry Society (WPS) and The Asian Writer. He also writes on ecological, ethno-medical, culture-ethnological themes. He has studied Zoology and Botany  in Nepal, Medicine and Social Sciences in Germany and Creative Writing in Freiburg and the United Kingdom. He describes himself as a mediator between western and eastern cultures and sees his future as a writer and poet. Since literature is one of the most important means of cross-cultural learning, he is dedicated to promoting and creating awareness for Creative Writing and transcultural togetherness in his writings, and in preserving an attitude of Miteinander in this world. He lectures in Basle (Switzerland) and in Germany at the Akademie für medizinische Berufe (University Klinikum Freiburg) and the Zentrum für Schlüsselqualifikationen (Lehrbeauftragter für Creative Writing, Albert Ludwigs Universität Freiburg). Satis Shroff was awarded the German Academic Exchange Prize.

What others have said about the author:

“I was extremely delighted with Satis Shroff’s work. Many people write poetry for years and never obtain the level of artistry that is present in his work. He is an elite poet with an undying passion for poetry.” Nigel Hillary, Publisher, Poetry Division – Noble House U.K.

Satis Shroff  writes with intelligence, wit and grace. (Bruce Dobler, Associate Professor in Creative Writing MFA, University of Iowa).

‘Satis Shroff writes political poetry, about the war in Nepal, the sad fate of the Nepalese people, the emergence of neo-fascism in Germany. His bicultural perspective makes his poems rich, full of awe and at the same time heartbreakingly sad. I writing ‘home,’ he not only returns to his country of origin time and again, he also carries the fate of his people to readers in the West, and his task of writing thus is also a very important one in political terms. His true gift is to invent Nepalese metaphors and make them accessible to the West through his poetry.’ (Sandra Sigel, Writer, Germany).

Brilliant, I enjoyed your poems thoroughly. I can hear the underlying German and Nepali thoughts within your English language. The strictness of the German form mixed with the vividness of your Nepalese mother tongue. An interesting mix. Nepal is a jewel on the Earth’s surface, her majesty and charm should be protected, and yet exposed with dignity through words. You do your country justice and I find your bicultural understanding so unique and a marvel to read.’ Reviewed by Heide Poudel in WritersDen.com 6/4/2007.

‘The manner in which Satis Shroff writes takes the reader right along with him. Extremely vivid and just enough and the irony of the music. Beautiful prosaic thought and astounding writing.
Your muscles flex, the nerves flatter, the heart gallops,
As you feel how puny you are,
Among all those incessant and powerful waves.’

“Satis Shroff’s writing is refined – pure undistilled.” (Susan Marie, www.Gather.com

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