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Archive for November, 2013

                                                           Satis Shroff with the Bundespresident Dr.h.c. Joachim Gauch and the Landesvater Hr. Kretschmann with the delegation from Baden-Württemberg in Stuttgart during the Central Celebrations of the Day of German Unity)

Zusammen Einzigartig I (Satis Shroff)

Ich habe mich gefreut als ein Brief von der Staatsministerium bekam mit der Text: ‚Herr Minister Winfried Kretschmann würde sich sehr freuen, wenn Sie unser Bundesland als Mitglied der diesjährige baden-württemburgischen Bürgerdelegation bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit von 2. bis 4. Oktober 2013 in Stuttgart vertreten wurden.

Das Programm lautete eine offizielle Begrüßung durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Herrn Winfried Kretschmann und Frau Gerlinde Kretschmann, Rathausplatz. Anschließend gemeinsames Maultaschenessen; Führung durch das Mercedes-Benz Museum, und einen Empfang, gegeben von Präsidenten des baden-württembergischen Landtags, Herrn Guido Wolf. Ausklang im Baden-Württembergischen- Zelt auf der festliche Ländermeile.

Es war mir eine große Ehre diese Einladung zu bekommen. Ich und die anderen von der Delegation wurden von Frau Jasmin Harz freundlichst in Maritim Hotel, Seidenstrasse 34 empfangen. Ich habe es nicht versäumt zu sagen, dass ich aus ‚Green City Freiburg’ kam. Der Freiburger BZ war vertreten mit Marlena Maerz 19, und Der Spiegel mit Nicole. Beide hatten es vergessen sich für die Security Check anzumelden (Akkreditierungsantrag) und waren Zaungäste, da Stuttgart wie eine Festung war mit uniformierten Bewachungsmänner und Frauen, Bundesgrenzschutz und örtlichen Polizistinnen.

Bei der offiziellen Begrüßung durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg  am Schillerplatz waren plötzlich viele Stuttgart 21 Protestler mit Trillerpfeifen, Posters und Anti-Kretschmann Sprüche anwesend. 23 Jahre nach der Wiedervereinigung leben wir in einem Land in dem Demokratie und Solidarität miteinander eine Tradition geworden ist. Obwohl wir den Tag der Deutschen Einheit, eine Bundesveranstaltung und nicht eine Landesveranstaltung feierten, haben die unangemeldeten Demonstranten vorlaut versucht die   Feier zu stören. Dabei sollte es ein buntes und vielfältiges Fest mit dem Motto „zusammen einzigartig“ werden.

Am Schillerplatzwaren die langen Tische geschmückt und Frau Jasmin Harz kam strahlend zu mir, übergab mir eine kleine Fahne und sagte: „So Herr Shroff, hoffentlich habe Sie nichts dagegen eine Fahne von Sachsen zu tragen. Wir holen zusammen den Ministerpräsidenten ab. Gesagt, getan. Die Protestler wurden lauter neben der Bühne und auf der Bühne präsentierte Frau Gerlinde Kretschmann ihre schwäbische Kochkunst. Die lange Spaziergang zu der Schillerplatz war ein Odysee für den Landesvater. Auf einem Flugblatt von der Burgerrechtsbewegung Solidarität war es ironischer Weise zu lesen was Friedrich Schiller hat es gedichtet, und Ludwig van Beethoven in seiner 9. Sinfonie komponiert hat:

Alle Menschen werden Brüder,

Diesen Kuss der ganzen Welt,

Brüder überm Sternenzelt

Muss ein lieber Vater wohnen.“

Arme Landesvater, dachte ich. Schillerplatz in dessen Mitte stand das Denkmal des dänischen Bildhauers Betel Thorvaldsen. Der Dichter Schiller war von 1773 bis 1780 Schüler der Hohen Karlschule in Stuttgart. Beim Maultaschen essen und im Hotelfoyer sprach ich mit anderen Delegationsmitgliedern, die wahre Heldentaten geleistet hatten. Thorsten Ahl (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) war auf Hochwassereinsatz auf der Elbe und hatte Leute gerettet aber bekam einen Schlaganfall nach der Einsatz. Er erzählte mir: „Ich habe die Sprache verloren.“ Da war er jetzt, und sprach ruhig und kontrolliert. Eine andere Wolfgang Käßmeyer hatte eine 20jährige Frau gerettet. Wolfgang Urban, ein robuster Akademiker (Theologe), der neben mir saß, sagte über Herren Kretschmann: „Als junger Mann hat er Blätter von den Maoisten verteilt.“ Dann sagte er scherzend: „Ich bin auch von den Bergen. 850m hoch. Schwäbische Alb“ und lachte herzlich. Unter den Delegationsmitgliedern waren auch zwei Pfadfinder in voller Monteur. Sie kannten fast alle andere Pfadfinder, die Spalier standen in der Kirche.

Satis Shroff with the Landesvater Mr. Kretschmann (Green)

Es war ein „Familientreffen“ mit dem Landesvater, trotz Demonstranten. Der Himmel über Stuttgart war strahlend blau und Herr Kretschmann nahm sein Platz und wir wünschten uns gegenseitig ‚Guten Appetit!’ Die Maultaschen haben  gut geschmeckt. Es war dennoch ein Kunst zu essen und dabei nicht zu sehen wie die Polizei mit den Demonstranten um jede Zentimeter Platz um uns herum schubsten. Ich habe zu Herrn Kretschmann gesagt: „ In Nepal, wo ich ursprüngliche her komme, isst man auch Maultaschen. Sie werden mit Hackfleisch aufgefüllt und werden Momos genannt.“

„Ischt, wahr?“ sagte er mit einem lächeln. Später sagte mir eine Beamtin vom Staatsministerium, dass er eigentlich Krank sei. Für einen Kranken Staatsmann, konnte er die Fragen von den Demonstranten aber gut parieren.

Zuvor waren wir zu einer ökumenischer Gottesdienst in der Stuttgarter Stiftskirche eingeladen worden, wo einen roten Teppich ausgelegt war. Wir müssten lange warten bis die VIPs Kretschmann (Grüne), Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel (CDU) eintrafen. Als der Bundespräsident rein kam, hörte man die Kirchenglocken. Alle sind aufgestanden als der Nationalhymne gespielt wurde. Das Deutsche Anthem sollte eine große Rolle spielen an diesem Tag auch in der Liederhalle. Es gab ein Einzug mit Orgelimprovisation. Das erste Lied war „Nun singt ein neues Lied dem Herren“ mit Text von Georg Thurmaier 1965 und Musik: Genf 1543, Loys Bourgeois 1551. Landesbischof Dr. h.c. Frank Otfried Luly begrüßte die Kongregation. Dann folgte ein Musikuraufführung von Kay Johannsen „In deinem Lichte sehen wir.“

Die Stuttgarter Kantorei mit musikalische Unterstützung von Stiftsphilharmonie Stuttgart sangen:

„Bei dir ist die Quelle des Lebens

Und in deinem Lichte sehen wir has Licht.“

Ein wunderbares Lied.

Unter der Titel „Zeugnisse“ tanzten die blonde Stephanie Roser und Levent Gürsoy. Das nächste Thema war „Erfahrungen mangelnder Solidarität,“ gefolgt von „Nicht alle Jugendlichen haben heute gute Perspektiven“ unterstützt von Klaus Sommer und Anja Olbrich und die Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard.

„Menschen mit Behinderung wollen mitten in der Gesellschaft leben“ würde präsentiert von Bernd Schatz und Sandra Walther, unterstützt mit Gesang von der Freiburger Domsingknaben (Erhöre mich).

Ah, die Domsingknaben und der schlanke Domkappelenmeister Boris Börmann oben auf der Empor evozierten Heimatgefühle in mir, da meiner Kinder auch in der Chor sangen. Ach, die Kinder wachsen so schnell.

Danach wurde es politisch versöhnlich mit Frankreich und Deutschland: Die Grenze als Trennung“ vorgetragen von Alfons Ruf und Helga Walbaum. Eine Schülerin von der Deutsch-Französisch Gymnasium sprach von Miteinander und Hoffnung in ihre Bilingualschule. Die Rede war auch von den schwierigen Zeiten nach dem Ende der Weltkrieg und das Leben in Saarbrücken und dennoch die Tatsache, dass man in Frankreich viele Menschen Wertschätzung erfahren haben, und nicht nur Bitterkeit.

Die Freiburger Domsingknaben sangen ein Lied von Frederick W. Faber (1814-1863) „Es ist weite in Gott’s Gnade.“

„Deutschland und Frankreich: Von Versöhnung zu Freundschaft“ folgte danach mit der Stuttgarter Kantorei: Herr, deine Gute.“

Was mich persönlich beunruhigte ist die Erkenntnis, dass Französen, Deutschen und Briten haben in den beiden Weltkriegen sich gegenseitig umgebracht haben und als der Krieg vorbei war, sie beteten denselben Gott in den Gräbern von den getöteten Militärs und Zivilisten. Das selbe gilt für Hindus (Indien) und Muslims (Pakistan, Afghanistan), Muslims untereinander (Sunniten und Schiiten), Israelis und Paläsinenser.

Die Gemeinde sang:

„Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist,

und deine Wahrheit so weit die Wolken geh’n.“

Es folgte ein Gebet von Otfried July (Landesbischof). Die Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard sang: „ Ich bin der Hüter meines Bruders,“ gefolgt „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (Gemeinde) mit Text und Melodie von Georg Neumark (1641). Erzbischof Dr. Robert Zollitsch mahnte die Gemeinde, die Deutsche Einheit nicht als selbstverständlich zu betrachten. Was authentisch Klang bei den Zuhörern waren die Worte von Erzbischof Zollitsch: „Als ich 6 Jahre alt war, ich habe gesehen wie 16 bis 60 jährigen Menschen umgebracht worden sind. Ich wuchs in einer Vernichtungslager mit meine Oma. Wir haben es zusammen geschafft nach Ungarn zu eine evangelischen Gemeinde zu fliehen. Wunde brauchen Zeit zu heilen, dennoch bleiben die Narben. Um eine Europa gemeinsam zu bilden brauchen wir Kraft. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass Gott uns hilft. Es waren Menschen, die die Vereinigung in den zwei Ländern brachten und wir müssen lernen an Gott zu glauben. Wir müssen Solidarität zeigen und mit den anderen schaffen. Friede durch Miteinander und Gott mit uns.“

Die Freiburger Domsingknaben sangen: „Wir glauben Gott im höchsten Thron“ mit der Gemeinde und der Stuttgarter Kantorei. Es gab Fürbitten, gefolgt von „Vaterunser.“ Die Zeichen des Friedens wurde ergänzt mit Musik von J.S. Bach (1685-1750): „Dona nobis pacem“ aus der h-Moll Messe und danach Sendungswort mit Kollektansage und Segen. „Nun danket alle Gott“ mit Melodie und Lyrik von Martin Rinkart (um 1630).

Draußen schien die Sonne als wir langsam die Kirche verließen begleitet von einem Orgelspiel mit Auszug von Virgil Fox (1912-1980). Danach wurde ein Bad in der Menge angesagt für Deutschlands VIPs Merkel, Kretschmann und Gauck. Frau Merkel sagte, dass es 23 Jahre nach der Vereinigung noch zu große Unterschiede zwischen Ost und West Deutschland geben wurde. Ihre Meinung nach gibt es ‚einiges zu tun.’ Herr Kretschmann meinte, dass der Bund müsse allen Ländern die Mittel geben um die finanzielle Aufgaben erfüllen zu können. Aber wie sollen die Geberländer nicht permanent überlastet werden? Da gibt es auch Griechenland und die EU.

 

Zusammen Einzigartig II (Satis Shroff)

Zusammen einzigartig: Unter diesem Motto stand der Tag der Deutschen Einheit 2013 in Stuttgart (Baden-Württemberg). Wir führen zu der Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, wo der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann eine Ansprache hielt. Danach übergab er symbolisch den Staffelstab an den niedersächsischen Regierungsoberhaupt Stefan Weil (SPD), dessen Amtszeit im November 2013 beginnt.

Die Ansprache des Bundespräsidenten Joachim Gauck begann mit der Geschichte von einem zusammenwachsen von zwei Deutschen Nationen im Osten und Westen, die ein gemeinsames Kulturgut und Geschichte hatten und leider getrennt wurden aus Machtpolitischen Gründen. Bis zusammenwachsen konnte, was zusammengehört, bedürfte es Ausdauer, Widerstand und Durchhaltevermögen. Die Mühen haben sich gelohnt: 23 Jahre  nach der Wiedervereinigung leben wir in einem Deutschland in dem Demokratie und Solidarität groß geschrieben werden. Sowohl aus der deutsch-deutschen als auch aus der baden-württembergischen Geschichte wissen wir, wie bereichernd es ist, wenn aus mehreren Teilen ein Ganzes wird.

Während der Zentrale Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wurde das Motto „zusammen Einzigartig“ lebendig mit Reden und Theater und Multimediale Darbietungen überall in Stuttgart. Die Zuschauer in der Liederhalle erlebten eine multimediale Collage Präsentation mit szenischen Einspielungen und tänzerischen Einlagen präsentierten die deutschen Länder in ihrer Vielfalt im Jahr 1990 ein einzigartiges, schönes, reiches, modernes Land.

Als musikalischer Leitfaden durchzog die Melodie des zweiten Satzes von Joseph Haydens „Kaiserquartett“ die Inszenierung das August Hoffmann von Fallersleben als musikalischen Grundlage seines „Lieder der Deutschen“ diente. Der Bundespräsident Gauck sagte: „Wir müssen glauben, was wir können, und wir können was wir glauben.“ Er hat von der künftigen Bundesregierung mehr Einsatz in einer Welt voller Krisen und Umbrüche gefordert. Denn laut Herren Gauck unser Land keine Insel sei. Er verlangte, dass Deutschland müsse sich stärker an der Lösung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Konflikte beteiligen. .

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